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Verfasst in Taverne (Off Topic)

Genauso ist es aber doof die eine Hälfte der Chat Com im Discord zu haben und die andere Chat Com hier auf der Seite.

Verfasst in Taverne (Off Topic)

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Verfasst in Charaktergeschichten

… is’… ohje… des fetten Kaufmanns Beutel schwer,

so heb’t es ihn und sein Gemüt wohl sehr,

wenn des Fuchses List die Gulden nimmt,

auf das dann der Kaufmann spinnt,

so is’ er doch am Abend leicht wie Feddern,

gut gewappnet für je Trepp’ der Heddern,

Frohen Mutes wieder weit’ zu ren’

um neue Guldner mehr zu prell’n.

- Des Kaufmanns Leid, is’ dem Fuchse Freud


… In Schatten, wer spricht… Ungehobelt? Nein, klang nicht so…
…Wart’ den Gedank, mit Wörter so rein, und lies mir sogar noch Brot…
… Doch bemerkt’ hab ich, ein Wink zu leicht, welches mich je belog…

… wohl der Tanz in dunklen Gewässern, erfährt ein sehr starken Sog…
… Und nun, Perplex ist alles was teuer war … fort.

- Der Tanz mit dem Schatten

Verfasst in Charaktergeschichten

Seid gegrüßt ihr Helden/innen,

nehmt hier am Feuer Platz und hört meine Geschichte.

Vor vielen Jahrhunderten in einer eisigen und finsteren und kalten Winternacht wurde mein Urururgroßvater, Blackwood geboren.

Seine Familie, welche in der in der Nähe der wunderbaren Stadt Halas wohnte, zog ihn groß. Im jugendlichen Alter gab sein Vater ihn, der Tradition seiner Familie folgend zu einem Schamanen der ihn ausbildete. Er lernte die Herstellung von Tränken und Giften und ihm wurden die Werte mitgegeben, die zu schützen er sich schwor:

Gerechtigkeit, Schutz des Lebens in seiner ganzen Form und Ehre

Er erkundete die Welt und gelangte mit der Zeit an die Stadttore von Freeport. Wo er von einer freundlichen und hilfsbereiten Gilde aufgenommen wurde. In einem wunderschönen Ritual vor den Toren von Freeport erhielt er den Segen der ehrenvollen Mitglieder der Gilde. Er war von nun an ein „Ritter der Ehre Kael Drakal“. Viele Jahre kämpfte er Seite an Seite mit meinen Freunden. Dann zog der Krieg auf und meine Familie wurde in alle Richtungen verstreut. Erst 500 Jahre nach dem Ende des Krieges, sammelten sich die Nachkommen dieser Helden wieder und wir zogen nach Qeynos. Hier war es wieder ein Blackwood, welcher mit seinen alten Gefährten, dem ehrenvollen Gendor und seiner wunderschönen Frau Tarabassii und einigen anderen Gefährten die Gilde (auf Innovation) neu. Nach ruhmreichen Schlachten und dem Zusammenbruch dieser Welt (Innovation) zerbrach bald darauf die Gilde der Ritter und wurde als Hüter der Zeit neu gegründet.

Doch der Zahn der Zeit nagte an allem und so zerfiel die Gilde in viele Richtungen. Viele wanderten aus um Ihr Glück in der Ferne zu finden und alle versuche die Helden wieder zu vereinen, sind bisher gescheitert.

Nun mehr vielen Jahren der Trennung steht ein neues Zeitalter an. Eine neue Welt entsteht und vielleicht wird er die Helden wieder einen. Meine Familie, der wunderbare Paladin Eknhemdrol, der Necromant Mondläufer und einige weiterverzweigte Mitglieder meiner Familie warten schon auf das nächste große Abenteuer das da heißt:

Pantheon – Rise of the Fallen

Ashes of Creation

Nun mache ich erstmal Schluss, ich werde jetzt erstmal ein Bier trinken und dir Reisender lauschen.

Erzähle mir von deinen Abenteuern aus fernen Welten und was dich in diese Herberge verschlagen hat.

Blackwood, EQ1 (Kael Drakkal), EQ2 (Innovation / Valor), WoW, ArcheAge, Black Dessert, HdRO, Wurm

Verfasst in Charaktergeschichten

Eine Weile lang saß Arri auf ihrem Bett und sah aus dem Fenster ihrer Kammer hinaus. Es war schon lange dunkel; einige Wolken versuchten vergeblich, die Sterne zu verdecken, die sich mit Leichtigkeit gegen sie durchsetzten. Sehnsüchtig sah Arri zu den Himmelslichtern hinauf. Sie liebte die Sterne.

Jetzt ist es soweit, dachte sie. Anders, als sie erwartet hätte, ergriff sie bei diesem Gedanken kein großes Gefühl, keine Wehmut oder Angst, auch keine Freude. So lange war es mir schon klar, dass ich nicht hier bleiben können würde. Es ist doch nur der letzte Schritt, den ich jetzt tue.

Sie erinnerte sich daran, wie ihre Mutter sie vor zwei Jahren zur Seite genommen hatte, gerade war Arri 15 Jahre alt geworden. „Kind, es schickt sich nicht, dass du weiter Männerkleidung trägst, wenn du reitest.“ Noch war es nur eine Mahnung gewesen, doch bald zogen ihre Eltern Konsequenzen. „Ariana, heute Nachmittag wirst du zur Anprobe hier erwartet, also wirst du die Burg nicht verlassen.“ „Tochter, ich möchte dir heute jemanden vorstellen, einen Grafen, ein guter Mann, dessen Frau kürzlich verstarb.“

Hätten ihre Eltern gewusst, dass der alte Waffenmeister Tristan sie regelmäßig im Schwertkampf unterrichtete… Arri wusste nicht, was sie getan hätten, doch auch so fand sie kaum noch Gelegenheit, zu den Übestunden zu gelangen, die sie so liebte. Langsam verlor sie nach und nach mehr von dem, was ihr so viel bedeutete, was sie konnte, was sie in ihrem Innersten ausmachte. Ich bin kein zartes, liebreizendes Mädchen. Ich bin eine Kämpferin!

Sie hatte mit niemandem darüber gesprochen, doch insgeheim alles vorbereitet. Unten in ihrer Truhe, noch unterhalb der Lederhose und den kniehohen Stiefeln, die sie so gern trug, lagen einige Münzen; außerdem ihr Schwertgürtel und ein Dolch. Mit einer der Mägde hatte sie eine Vereinbarung: Sie stellte der Fürstentochter immer etwas Zusätzliches zu essen in die Kammer, Geräuchertes und anderes Haltbare, und wunderte sich vermutlich, wo diese all dies eigentlich hin steckte. In eine Tasche.

Eine warme Weste und eine knielange Jacke lagen schon zuunterst in dem derben Beutel, der sich um die Schulter schlingen ließ, auch ein Schlauch, der eine größere Menge Wasser fassen konnte. Zwar hatte sie sich schuldig gefühlt, aber dennoch hatte Arri zwei Diener-Hemden von der Leine gestohlen, an der sie im Sommer zum Trocknen gehangen hatte. Ihre eigenen waren viel zu kostbar; jeder würde auf sie aufmerksam werden, wenn sie diese trug.

Arri sprang auf. Mit dem Dolch, den sie täglich geschliffen hatte, schnitt sie hastig ihr dickes helles Haar so kurz, wie es ging, und kehrte die herunter gefallenen Strähnen dann in den Kamin. Das Kleid zog sie über den Kopf und warf es achtlos auf das Bett, dann schlüpfte sie rasch in eines der einfachen Hemden und in ihre Lederhose; die Stiefel folgten.

Sofort fühlte sie sich besser. Stärker. Sicherer.

Für Weste und Jacke war es noch zu warm, also gürtete sie das Schwert über das Hemd und steckte den Dolch in den breiten Lederriemen. Alles, was sonst noch wichtig war, kam in die derbe Tasche, die sie nachlässig über die Schulter warf. Es ist doch so herrlich einfach, dachte sie. Warum kann es denn nicht so bleiben? Warum muss ich anders sein, als ich bin? Durch das Fenster stieg sie in den alten Baum, in dem man so wunderbar nach unten klettern konnte, dann lief sie leise zum Stall, um ihr Pferd zu holen.

Liebe Mutter, las Fürstin Helassia am nächsten Morgen, ganz sicher will ich Euch nicht weh tun, ebenso wenig wie Vater und meinen Geschwistern. Doch ich kann das Leben nicht führen, was Ihr wünscht, das ich führe. Alles, was mir etwas bedeutet, alles, was ich kann, würde ich dann verlieren, deswegen muss ich gehen. Bitte, seid alle meiner Liebe gewiss. Arri

Sie sandten Reiter aus, viele Reiter, schickten Nachricht an die Vasallen und Verbündeten, dass auch sie suchten. Doch Ariana DeClaire blieb nicht aufzufinden.

Erst am frühen Morgen begann der Regen, doch er hatte Arri innerhalb kürzester Zeit durchnässt. Mit finsterem Blick rollte sie sich aus der von der Nässe schweren Decke und schüttelte sich dann unbehaglich.

Sie ahnte am Waldrand im Osten einen hellen Streifen, doch ebenso gut hätte er Einbildung sein können.

Seufzend machte Arri einige Schritte vom Lager weg und trat hinter einen Baum. Ihre Lederhose klebte an ihr; es dauerte lange, bis sie sie so weit herunter streifen konnte, dass sie in die Hocke gehen konnte.

Während sie ihre Blase erleichterte, sah sich die Fürstentochter um. Der Wald, in dem sie untergekrochen war, dampfte vor Feuchtigkeit. In weißen Schwaden stieg diese vom moosigen Boden auf und hüllte die Baumstämme in seltsame Kleider. Ein oder zwei Armlängen vor ihr richtete sich eine Maus auf und starrte sie aus dem Nebel heraus an. Dann ließ das Tier sich hastig auf die Vorderpfoten nieder und war im Nu verschwunden.

Mit viel Mühe gelang es Arri, die Hose wieder hoch zu ziehen und dann zu schließen. Zurück am Lagerplatz warf sie einen Blick in ihre Ledertasche. Das gepökelte Fleisch war zwar nass, aber noch gut essbar. Das Brot hingegen, das die Hirten ihr gegeben hatten, war nur noch Matsch.

Das hat man nun davon, dass man einen Wolf getötet hat. Arri war stolz gewesen, den Hirten helfen zu können, und sie hatte es nicht getan, um etwas zu bekommen. Alle hatten sie ihr auf die Schulter geklopft! „Danke, mein Junge“, hatte der Älteste gesagt. „Du willst bestimmt ein Krieger werden, wenn du groß bist, oder?“

Wenn du wüsstest, hatte Arri gedacht.

Während sie mit ihren Zähnen einen Teil des Fleischvorrats zerriss und zermahlte, dachte Arri an ihre Familie. Sie vermisste vor allem ihre Geschwister: Valentin, ihren etwas jüngeren Bruder, und Thalia, ihre kleine Schwester. Ich wünsche euch alles Glück, dachte sie, und war beinahe ergriffen von dem heiligen Ernst, der sie erfasste. Dass ihr euren Weg findet. Meiner ist ein anderer.

Sabra, ihre Stute, ließ in dem andauernden Regen ihren Kopf hängen. Arri legte ihr mitfühlend eine Hand an den Hals und wisperte einige Worte in eines der großen Pferdeohren. Dann sattelte sie sie und führte das Tier aus dem Wald.

Mit schräg gelegtem Kopf sah Arri in die graue, nasse Welt hinaus. Los geht‘s, dachte sie dann. Ich habe noch einen weiten Weg.